Schloßborn

    DBronzefußringe aus der Hallstattzeit (ca. 800 – 540 v. Chr.); gefunden bei Wegearbeiten 1921 in Schloßborn (Aus: Sammlung Nassauischer Altertümer, Wiesbaden; Foto: Helmut Müller).ie archivalisch nachgewiesene Ersterwähnung „brunnon“ findet sich in der Bardo-Urkunde von 1043; der Ort ist aber mit Sicherheit älter und hat eine bedeutende Geschichte als Zentrum eines großen Kirchsprengels.

    Dieses sehr alte Wappen von Schloßborn zeigt im oberen Bereich die Sparren der Herrschaft Eppstein, darunter den Brunnen (= Born), der dem Ort seinen Namen gab (Aus: Hermann Knodt, Hessisches Wappenbuch 1956)1369 wurde ein eppsteinisches Jagdschloss errichtet und 1442 das Dorf von einer sieben Meter hohen Ringmauer umgeben.

    Reste dieser Ringmauer und ein Turmstumpf sind noch vorhanden. Das sogn. „Türmche“ wurde 2014/15 restauriert und
    dient als Wahrzeichen des Ortes. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts setzt sich der OrtsnaDas Schloßborner „Türmche“ nach umfangreichen Restaurierung 2014/15, von der Grabenstraße aus gesehen (Foto: Alwin Klomann).me Schloßborn (aus Schloß und Born = Brunnen) durch.

    Vier Mühlenbetriebe, die „Obermühle“ wird bereits im Jahre 1476 erwähnt, nutzten mit unterDie „Hasenmühle“ im Dattenbachtal heute. (Aus: Alwin Klomann u. Gottfried Conrady, Die Schloßborner Mühlen 2012).schiedlichem Erfolg die Wasserkraft des Silberbaches und des Dattenbaches.

    Der Verlust der Selbständigkeit und die Eingemeindung nach Glashütten im Jahre 1972 war für das selbstbewusste Schloßborn schwer zu verkraften. Im Gegensatz zu den Ortsteilen Oberems und Glashütten ist die Ortsgeschichte von Schloßborn durch den Altbürgermeister Johann Friedrich Marx (1881 – 1955) detailliert aufgearbeitet und wird weitergeführt.