Station I

    Erwachen

    "Wach werden, zu sich kommen, sich orientieren, sich erinnern, ordnen, beginnen, lebendig werden, neuer Tag, neues Leben, zurückschauen, ändern, entwickeln, wachsen, neue Gedanken, klar werden. Der waldGLASweg beginnt und fügt die Scherben aus der Vergangenheit zu einem neuen erhellenden Ganzen zusammen", so formuliert Ines Nickchen. 


    Die Ausgrabungen dreier mittelalterlicher Glashütten in den Jahren 2000 bis 2005 brachten nie geahnte Erkenntnisse über die Bedeutung der Glas­produktion im Taunus zutage. Prächtige Gefäße und Fensterglas in den Farben gelb, grün, blau und rot sind hier hergestellt worden. Zehntausende von Scherben wurden wissenschaftlich ausgewertet und konnten Formen zuge­ordnet werden. Die Installation aus modernem zerschlagenem Glas verwendet die mittelalterlichen Farben. Je nach Lichteinfall entwickeln sie an dieser Stelle ihre alte Pracht.


    Gerade diese Eröffnungsinstallation des waldGLASwegs zeigt ein meisterliches Zusammenwirken von künstlerischen Ideen und modernen technischen Fertigkeiten in der Glasverarbeitung, wie sie in Vilshofen gelehrt werden. Ungefähr neun Monate vergingen von der Planung bis hin zur Installierung am Dornsweg in Glashütten. „Für die Schüler war das ein riesiger Lerneffekt. Sie waren mit Feuer und Flamme dabei“, so Fachoberlehrer Andreas Hart.