Station IV

    Wegweiser

    An dieser Stelle stößt die ehemals so genannte “Alte Limburger Straße“ auf unseren waldGLASweg. Es war eine Höhenstraße, die am Ostrand des Glaskopfes entlang über das Hobholz bei Oberems in Richtung Norden führte. Der Glasträger mit der Kiepe auf dem Rücken ist ein besonderes Schmuckstück oben auf dem Wegweiser, liebevoll in der alten Technik der Bleiverglasung hergestellt. Fertige Glaswaren wurden gut verpackt und auf Ochsenkarren transportiert oder verschifft. Kleinere Mengen wurden von sogenannten „Reffträgern“, das waren oft auch Frauen, auf dem Rücken zu den Kunden gebracht.

     Die Glashütte „Am Buchholzweg“ und die Glashütte „Unterhalb Dornsweg“ waren über viele Jahre vergessen, dabei haben sie auf alten Karten dem „Glashainer Weg“, der Teil der „Alten Limburger Straße“ war, seinen Namen gegeben. Wir wissen nichts über die Betreiber, Glasmacher und Geldgeber für diese Hütten. Aus dem reichhaltigen Scherbenmaterial und dem breiten Farbspektrum geht hervor, dass hier wertvolles und schön verziertes Glas hergestellt wurde. Das blaue Flachglas wurde im 15. Jahrhundert für Kirchenfenster gebraucht. Viele Fragen wirft die Herstellung des roten Glases auf, das nicht lichtdurchlässig wurde, so viel die Glasmacher auch damit experimentierten.

    Die Reste der beiden Glashütten liegen ganz dicht an der alten Straße, die schon lange nicht mehr benutzt wird. Erst 1998 wurden die Standorte im Wald durch Horst Nauk, Oberems, wieder neu entdeckt und danach archäologisch untersucht, ausgewertet und wieder verfüllt.