Historische und Kulturelle Persönlichkeiten

    Glashütten

    Bettina Marder (1942-1964)
    Tochter der nach 1945 in Glashütten und Umgebung über viele Jahre tätigen Ärztin Dr. Ellen Marder. Bettina ist in Glashütten aufgewachsen und war eine viel zu früh verstorbene Hoffnungsträgerin im Bereich der Literatur, wie Marie Luise Kaschnitz sie bezeichnete beim Erscheinen des einzigen Buches „Schnee“ 1965 im Claassen-Verlag.
    Der Band (nur noch antiquarisch erhältlich) beinhaltet zwei Erzählungen von erschütternder Eindringlichkeit: „Der Schatten“ und „Schnee“. Bettina Marder schildert darin ein Dasein zwischen Traum und Wirklichkeit und stellt ihre Ich-Erzählerinnen in eine trostlose Leere, die kennzeichnend zu sein scheint für die Generation der frühen 60er, die sich unverstanden fühlte, aber auch keine Zuwendung annahm. „Mein Leben….quält nicht, erfreut nicht, ist einfach nur da“, so schreibt die an einer Gehirnhautentzündung allzu früh verstorbene junge Bettina Marder.

    Manfred Roeder, Dr. jur. (1900-1971)
    Im Dritten Reich 1942 Chefankläger, insbesondere beim Verfahren gegen die Mitglieder der „Roten Kapelle“. Von diesen wurden 45 Personen zum Tode verurteilt.
    Ab Ende 1963 Bürger von Glashütten, Mitglied des Gemeindevorstands von 1964 bis 1968; von Herbst 1968 bis Mai 1971 Erster Beigeordneter.
    Im Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2018 erschien ein von Frau Ingrid Berg verfasster Artikel "Kommunalpolitik mit NS-Vergangenheit?".

    Schloßborn

    Richard Rudolf Klein, Professor (1921-2011)
    Hochschullehrer in Frankfurt und Komponist von überregionaler Bedeutung. Seit 1960 Schloßborner Bürger. Zu Lebzeiten sehr interessiert am kulturellen Leben in Glashütten und aktiver Förderer des Kulturkreises. Träger des Hessischen Verdienstordens.

    Christopher Park (geb. 1987)
    Pianist, arbeitet mit Dirigenten von internationalem Ruf zusammen (z.B. Christoph Eschenbach), in Schloßborn aufgewachsen; gibt immer wieder Konzerte auch in Glashütten; Träger wichtiger Preise im musikalischen Bereich, z.B. Leonard-Bernstein-Award.

    Oberems

    Klaus Dill (1922-2000)
    Graphiker, Maler, insbesondere von Filmplakaten, Buchillustrationen (Winnetou u.a. ähnliche Themen), aber auch Landschaftsbilder aus der Region, z.B. von Oberems. Mehrere Ausstellungen beim Kulturkreis Glashütten e.V. Träger des „Filmband in Gold“ 1997 in Berlin für seine Lebensleistung.


    (Auswahlkriterien für die noch lebenden Personen: Auszeichnungen und Preise)

    Quelle: Historischer-Arbeitskreis-Glashütten Taunus