Pressemitteilung

    Starke Orkanböen verursacht Schäden im Gemeindewald Glashütten und im Staatswald am Glaskopf

    Der Gemeindewald Glashütten ist, soweit unser Revierförster Mathias Plescher das bisher übersehen kann, diesmal fast gar nicht betroffen. Laut seinem Bericht ist die Verkehrssicherheit an allen Fronten gegeben und Sachschäden sind im Wesentlichen ausgeblieben. Die geschätzte Schadholzmenge, Stand gestern liegt bei etwa 150-200 FM, davon etwa die Hälfte Laubholz.

    Betroffen sind im Gemeindewald die Bestände im Bereich Kapellenberg und die Abteilungen 104/105 im Hobholz.

    Über dem Ebertsbergweg / Heiße-Kopf-Weg liegen derzeit noch vereinzelt Buchen. Die Abteilungen 106/108 an der Hünerstraße sind mittlerweile wieder zugänglich, allerdings können auch hier noch vereinzelte Bäume auf dem Weg liegen.

    Leider ist es nicht möglich, diese kurzfristig zu entfernen da es derzeit keine freien Maschinenkapazitäten und auch kein Personal mehr frei ist, um diese wegzuräumen. Im Nachbarwald und den Oberemser Hängen (westliche Exposition) ist in dem Ostwind wider Erwarten so gut wie nichts passiert. Dort liegen ebenfalls nur einige Einzelwürfe.

    Der obere Rundweg um den Kapellenberg /Butznickel liegt noch komplett zu. Wann hier mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann steht noch nicht fest.

    Der Staatswald am Glaskopf ist dagegen schwer betroffen. Sehr viel schlimmer hat es den Staatswald getroffen, die Orkanböen am Montag haben im Staatswald Schloßborn die gesamte Ostseite des Glaskopfes verwüstet. Fichte, Douglasie, Lärche, über 200-jährige Buchen. Dort liegen Tausende von Festmetern Schadholz rum, die gesamten bisher intakten Bestände sind vollkommen zerstört.

    Die Wege im Bereich Glaskopf / Weilsberg und Dicke-Haag sind bereits geräumt und wieder passierbar. Allerdings wird der Glaskopfrundweg noch für einige Wochen unpassierbar bleiben. Eine separate Wegeräumung vor Beginn der Holzaufarbeitung macht hier aufgrund der großen Schadholzmengen keinen Sinn. Die Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der B8 haben bis gestern Nachmittag gedauert.

    Beim Aufarbeiten umgefallener Bäume auf Spazierwegen, die keine Gefahr für Leib und Leben darstellen (Verkehrssicherung an Siedlungsrändern aufgrund von Gefahr im Verzug), ist aufgrund des immensen Ausmaßes Geduld gefragt!

    Die Wege im Staatswald Schloßborn südlich von der B8 bis ins Silberbachtal sind anteilig noch nicht passierbar. Die Räumung wird in den nächsten Tagen erfolgen. Der Weryweg, der Küglerweg und der Feldborn-Haag-Weg sind mittlerweile wieder freigeräumt.

    Warnung an die Bevölkerung
    Der Wald in seinem jetzigen Zustand birgt ganz erhebliche, nicht vorhersehbare, zum Teil lebensgefährliche Gefahren!

    Viele Wege sind durch umgestürzte Bäume unpassierbar. Die Bäume liegen kreuz und quer übereinander und stehen unter Spannung. Unter umgestürzten Bäumen durchzukriechen oder darüber zu klettern ist lebensgefährlich, weil sich die Spannungen jederzeit lösen können und die tonnenschweren Stämme dann wie ein Katapult unvorhersehbar in eine Richtung schnellen.
    Vom Sturm angeschobene, aber stehen gebliebene Bäume können jederzeit ohne Vorwarnung umstürzen.
    Waldarbeiter und Maschinenführer haben alle Hände voll zu tun, umgestürzte Bäume zu entasten und von den Wegen zu ziehen. Erst wenn die Wege wieder frei sind, kann man in den Waldbeständen nachschauen, ob großflächige Schäden durch Windbruch entstanden sind. Das wird erfahrungsgemäß einige Tage dauern.

    Waldkindergärten sollten in den nächsten Tagen dem Wald fernbleiben und erst dann wieder zu ihren gewohnten Plätzen gehen, wenn der zuständige Förster diese freigibt.
    Der Aufenthalt in der Nähe von Baumfällarbeiten und Holzerntemaschinen ist lebensgefährlich! Deshalb ist das Betreten von Waldflächen, in denen Holz eingeschlagen wird, gesetzlich verboten!

    Generell gilt das ganze Jahr über: Wenn Waldwege durch Schilder und Flatterband wegen Holzfällarbeiten gesperrt sind, heißt das für jeden Waldbesucher: „Umkehren! Betreten ab hier verboten!“

    Dies bedeutet – zumindest bis zum nächsten Wochenende: Spazierengehen, Joggen, Mountainbikern – alles nur außerhalb des Waldes.

    Wir halten Sie auf dem Laufenden

    Glashütten, den 14.05.2020

    Gemeinsame  Pressemitteilung der
    Gemeinde Glashütten & HessenForst